Christoph Ehscheidt

code and fly

Thoughts, stories and ideas.


NAS mit 32 TB

Ich habe immer noch Urlaub!

Im letzten Post habe ich über mein übergroße DVD Sammlung erzählt. Damit ich diese bequem über XBMC abrufen kann, habe ich diese auf die entsprechende Festplatte kopiert.

Ein übliches Problem ist nun, dass ich verschiedene Orte für meine Daten habe. Die Musik ist hier, die Filme sind da und meine Backups sind auf einer USB-Platte. Außerdem habe ich nichts redundant gespeichert.
Das ist ja eigentlich kein Zustand! Also habe ich beschlossen, dass ich ein NAS brauche.

Da die Dinger aber so unverschämt teuer sind habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie ich mir so ein Teil selber bauen könnte.
Im Keller habe ich nocht einen alten Rechner mit einem AMD Athlon Prozessor. Das Gehäuse ist aber riesig und der Rechner braucht ziemlich viel Energie. Wenn ich mir schon die Mühe mache, dann soll es auch gut werden. Also ist die Idee raus. Ich muss also alle Komponenten neu kaufen.

Zuerst habe ich mal noch Software geschaut. Da gibt es FreeNAS, das läuft auf FreeBSD und sieht vielversprechend aus. In diversen Foren wird geraten, möglichst viel RAM in ein NAS zu bauen. Das leuchtet mir soweit ein. Ob es allerdings ein Server-Mainboard + Server-Prozessor sein muss, weiß ich jetzt auch nicht. Coller wär es ja.

Ich habe mal gehört, dass die ATOM Prozessoren von Intel recht stromsparend sein sollen. Die Specs von Intel sagen tatsächlich Werte zwischen 8 und 20 Watt vorher. Das wär ja mal was!
Natürlich gibt es von den ATOM-Boards eine Menge. Welches ist also das Richtige?
Erstmal überlegen wie viele Platten ich anschließen möchte. 2, 4, 6, 8 oder doch gleich 12?
Gibt es denn ein Gehäuse, in das so viele Platten rein passen?

Gehäuse

Es gibt leider nicht viele Gehäuse die genau auf den Zweck eines NAS abgestimmt sind. Nach langer Recherche habe ich folgende Gehäuse gefunden:
CFI A-7879

(Quelle: https://www.cartft.com/de/catalog/il/1427) Fractal Design NODE 304

(Quelle: http://www.fractal-design.com/home/product/cases/node-series/node-304-black) LianLi PC-Q25

(Quelle: http://www.lian-li.com/en/dt_portfolio/pc-q25/) SilverStone DS380

(Quelle: http://www.silverstonetek.com/product.php?pid=452&area=en)

Mehr als genug Platz für Platten bietet das Silverstone DS380. Dort können 8 Platten direkt vorne über Hot-Swap-Einschübe eingaut werden. Ob man Hot-Swap-Einschübe aber tatsächlich braucht, bezweifel ich ein wenig. Im Worst-Case geht alle 5 Jahre mal ne Platte kaputt. Aber gut sieht es natürlich aus.

Board + Prozessor

Um den Platz der Gehäuse auch ausnutzen zu können, muss ein ATOM-Board genügend SATA Anschlüsse bieten. Für das DS380 als mindestens 8!

Nach ein paar Anfragen bei Google habe ich folgendes Board gefunden:
ASRock Rack C2750D4I

(Quelle: http://www.asrockrack.com/general/productdetail.asp?Model=C2750D4I)

Das Board hat ganze 12 SATA Ports und besitzt 2 Intel Gigabit-Ethernet-Anschlüsse. Ich bin wirklich überrascht, es gibt tatsächlich Server-Boards mit ATOM Prozessoren.
Genau das richtige für ein NAS im 24/7 Betrieb.

RAM

Da der verbaute Prozessor ECC Speicher unterstützt und ich in einem FreeNAS Forum gelesen habe, dass es fast Pflicht ist ECC Speicher zu verbauen, werde ich auch solchen nehmen.
Mit 16 GB sollte man ganz gut arbeiten können. Vermutlich reichen auch 8 GB.

Speicherplatz

Bei den aktuellen Preisen rentieren sich die 4 TB Festplatten mit 0,03€/GB gerade am meisten. Die Preise varieren natürlich stark. Also mal selber rechnen!

Nun ja, sollte ich meinen Plan verwirklichen, habe ich 8 Plätze für Festplatten.

8x4TB = 32 TB super geil!

Die Kosten

Komponente Hersteller ID Preis
Mainboard ASRock Rack C2750D41 380 €
Gehäuse SilverStone DS380 140 €
RAM Crucial 2x 8GB DDR3-1600 ECC 160 €
Netzteil Silverstone ST45SF-G 100€
HDD WD WD Red 4 TB 1240 €


Gesamtpreis: 2020,00 € urgh!

0,06 € / GB na gut...

UPDATE 06.02.2015: Natürlich habe ich das Teil gebaut. Erstmal nur mit 3x3TB Platten. Es läuft hervorragend mit ~100MB/s

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